Gletschermühlen bei Nago
Die Gletschermühlen bei Nago

Nur ein kleines Stück außerhalb von Nago, dem weiter oben am Berg gelegenen Ortsteil von Torbole-Nago, gibt es ein Naturschauspiel zu bestaunen, das in der näheren Umgebung des Gardasees seinesgleichen sucht. Die Rede ist von den Gletschermühlen, welche hier im Laufe einiger tausend Jahre entstanden sind und die heute die Besucher, die Jahr für Jahr zugegen sind, ungemein faszinieren.

Die Gletschermühlen bei Nago

Ganz in der Nähe jener Panoramastraße, die die beiden Teilorte von Torbole-Nago miteinander verbindet und die dem Betrachter einen fantastischen Blick auf den gesamten nördlichen Teil des Gardasees bietet, sind die Gletschermühlen mit ihren hoch und steil aufragenden Wänden mit Sicherheit am attraktivsten.

Die Entstehung Gletschermühlen bei Nago

Doch wie sind sie entstanden? Das Schmelzwasser von den Gletschern, die sich vor Jahrzehntausenden in dieser Region hier befunden haben, hat im Lauf der Zeit dazu geführt, dass das unter dem Eis liegende Gestein nach und nach ausgehöhlt worden ist, wodurch die Wände der Gletschermühlen auch immer weiter glatt geschliffen wurden. Dass in der näheren Umgebung früher mächtige Gletscher lagerten, kann man auch anhand anderer glazialen Erscheinungen sehen, etwa dem früheren Gletscherfall, der sehr auffällig ist. Vor einiger Zeit kam es in den Gletschermühlen von Nago zu einer erstaunlichen Entdeckung: Pfeilspitzen und Fragmente von Keramik wurden gefunden, womit erwiesen war, dass die Mühlen im 4. und 3. Jahrtausend vor unserer Zeit bewohnt worden sind. Die Gletscher, die wir heute in den Alpen wahrnehmen können, sind übrigens allesamt Überbleibsel der letzten Eiszeit.


Arboretum von Arco

Arboretum von Arco

Weniger eisig geht es nur wenige Kilometer weiter nördlich zu, im Arboretum von Arco. Unter einem Arboretum versteht man so etwas wie einen Baumpark. Dieser wurde 1872 in der Nähe der Erzherzog-Villa gegründet – von Erzherzog Albert von Habsburg, dem Cousin von Kaiser Franz Joseph. Die Familie der österreichischen Kaiser nutzte Arco (das damals zur k. u. k.-Monarchie gehörte) um diese Zeit als ständigen Winterwohnsitz, und diesem Umstand verdanken die Besucher dieses bedeutenden Parks dessen Existenz. Erzherzog Albert von Habsburg, der 1895 in Arco starb, hatte die Idee, die gesamte oder zumindest einen großen Teil der Pflanzenwelt des Mittelmeers in einem einzigen Park unterzubringen; und noch heute, mehr als 140 Jahre nach seiner Gründung, verströmen die Bäume und Pflanzen des Arboretum alle Dürfte, die man aus dem mediterranen Raum so kennt.

Arboretum von Arco Informationen

Via del Calvario - 38062 Arco

Arboretum von Arco Öffnungszeiten

April bis September: 8.00 - 19.00 Uhr

Oktober bis März: 9.00 - 16.00 Uhr

Ein Tagesausflug mit Gletschermühlen und exotischen Bäumen am Gardasee

Im Laufe der Zeit wurde die Anlage natürlich hin und wieder verändert und vergrößert, so dass heute hier Bäume zu finden sind, die in Europa nicht heimisch sind, z.B. eine Sequoia. Und es gibt im Arboretum auch einige Bäume, die schon zu Lebzeiten des Erzherzogs existiert haben, etwa die riesigen Nadelbäume, die Zypresse von Lawson und die im wahrsten Sinn des Wortes majestätischen Steineichen. Ein Tagesausflug mit Gletschermühlen und exotischen Bäumen am Gardasee, das klingt doch sehr einladend!


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