Am westlichen Ufer des Gardasees, ein paar Kilometer nördlich von Toscolano Maderno und direkt gegenüber von Castelletto die Brenzone, liegt die überaus schöne kleine Gemeinde Gargnano.

Berühmt geworden durch die etlichen alten Villen

Berühmt geworden durch die etlichen alten Villen und die auf der Welt einzigartigen „Limonaien“, die Zitronengärten. Hier fühlt man sich bei einem Rundgang durch den Ort wie in einem früheren Jahrhundert, besonders dann, wenn man den Ortsbeschreibungen der prominenten Dichter Johann Wolfgang von Goethe und D. H. Lawrence folgt, die Gargnano erlebt und auch geliebt haben. Auch an der herrlichen, von der Sonne geküssten Uferpromenade besitzt die Gemeinde einen nahezu unvergleichlichen Charme. Bereits der Heilige Franziskus war von der Lage Gargnanos beseelt, weswegen er im 14. Jahrhundert hier ein Kloster erbauen ließ. Von Franziskus heißt es, er habe von seinen Reisen die Zitronenfrucht mitgebracht und als erster in Italien angebaut. Dementsprechend überrascht es wenig, dass diese Frucht in und um Gargnano über viele Jahrhunderte hinweg gehegt und gepflegt wurde – sie war im Mittelalter und bis in die frühe Neuzeit sogar die Haupterwerbsquelle der einheimischen Bevölkerung.

Die Pestkapelle San Valentino

Einige hundert Meter oberhalb dieses pittoresken Ortes befindet sich eine Sehenswürdigkeit, die man im Zuge eines Abstechers nach Gargnano unbedingt aufsuchen sollte. Dabei handelt es sich um die Pestkapelle San Valentino, die sich unter einem überhängenden Felsen an die Wand schmiegt. Von dort oben ist der Blick über den Gardasee überragend. Fährt man von Gargnano aus los in Richtung Lago di Valvestino, erreicht man schon nach wenigen Minuten das kleine Dorf Sasso, wo man am besten den Wagen abstellt. Zur Kapelle San Valentino gelangt man von dort aus zu Fuß, indem man die Siedlung durchquert und an ihrem Ende – an einer kleinen Waschstelle – nach links abbiegt. Anfangs geht es noch an Gemüsegärten und Weinbergen vorbei, dann führt der Pfad in den Wald hinein.

Grandiose Panorama

45 Minuten benötigt man für diese Strecke, doch kann es durchaus auch länger dauern – denn man könnte alle paar Meter halten und das grandiose Panorama bewundern. Später, schon im Wald, geht es steil und immer steiler den Berg hinauf. Zur Orientierung dient die weiß-rote Markierung, die den Wanderer direkt zur Pestkapelle führt. Nur, wer gut zu Fuß ist, sollte sich allerdings dorthin aufmachen, denn tatsächlich gibt es einige sehr steile Abschnitte, zudem führt der Weg zum Teil über felsiges Gelände. Wer die Mühsal auf sich nimmt, wird bei San Valentino dafür mit einem der wohl besten Ausblicke am ganzen Gardasee belohnt.

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Kultur am Gardasee

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