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Eine Reise zu den schönsten Kulturstädten der Lombardei darf keinesfalls an Brescia vorbeiführen. Diese italienische Stadt südwestlich des Gardasees wurde erstmals in der Bronzezeit im IX. Jahrhundert v. Chr. besiedelt. An diese Zeit, in der Brescia unter keltischer und römischer Herrschaft stand, erinnern bis heute zahlreiche gut erhaltene Ausgrabungen wie Mosaikfußböden. Aus dieser Zeit stammt zudem der Name der Stadt Brescia. Denn damals siedelten sich die ersten Bewohner während der keltischen Periode auf einem Hügel, der Brica, an.

Brescia Informationen

Provinz: Brescia
Postleitzahl: 25100
Einwohnerzahl: 189 000
Größe: 90 km²
Karte vom Gardasee mit Brescia

Damals ein umkämpfter Herrschaftssitz, heute ein beliebter Touristenmagnet

Zwischen Mailand und Venedig sowie zwischen der Poebene und den Voralpen gelegen, galt Brescia in der Vergangenheit als heiß umkämpfter Herrschaftssitz. An diese Zeiten erinnert noch immer das Castello von Brescia, das wechselnden Herrschaftern dabei half, ihre Macht zu verteidigen. Dieses Castello von Brescia befindet sich auf dem Cidneo Hügel – einer markanten Erhebung der Stadt. Allerdings ist von den Herrschaftskämpfen heute nicht mehr viel zu spüren. Ganz im Gegenteil: Das Castello hat sich zu einer großzügigen Parkanlage gewandelt, die eine imposante Aussicht über die Stadt bietet. In den Innenräumen des Castellos erblicken Besucher eine umfangreiche Waffensammlung, der so manche Antiquität angehört.

Eine Augenweide: Die Ruinen des kapitolinischen Tempels

Der kapitolinische Tempel ist eine architektonische Reminiszenz aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. Nachdem der im zweiten Jahrhundert v. Chr. errichtete vorkapitolinische Tempel um 69 n. Chr. zerstört wurde, ist der neue Tempel der kapitolinischen Dreiheit errichtet worden. Diese Dreiheit wurde zu Ehren des Gottes Jupiter, der Göttin Juno sowie Minerva als Patronin der Handwerker erbaut. Auch wenn die Zeichen der Zeit an diesem Tempel aus Marmor ihre Spuren hinterlassen haben, sind zahlreiche Teile dieses Bauwerks noch heute ersichtlich. Altare aus dekoriertem Stein verzieren Innenbereiche des Tempels. In der mittleren Zelle des Tempels entdeckten Forscher eine 4,20 Meter hohe Marmorstatue, die vermutlich Jupiter Ottimo Massimo Capitolino darstellte. Dieser kapitolinische Tempel thront bis heute ehrwürdig über dem Forum Romanum, das einst als Markt- und Handelsplatz von Brescia galt.

Brescia

Der Piazza della Loggia: Der schönste Platz von Brescia

Ein Spaziergang zum schönsten Platz der gesamten Stadt endet zwangsläufig am Piazza della Loggia. Dieser Platz wird von einem Potpourri architektonischer Bauten aus der Renaissance verziert, die vermutlich allesamt im 15. und 16. Jahrhundert entstanden. Unverkennbar zieht der Palast der Kommune die Blicke auf sich. Die Fassade Monte di Pieta begrenzt den südlichen Abschnitt des Platzes und ist bestückt mit Steinen, die bei Ausgrabungen römischer Gebäude gefunden wurden. Das Besondere an der Sonnenuhr nahe dem Piazza della Loggia besteht darin, dass der Uhrmechanismus seit deren Erbauung im 16. Jahrhundert voll in Betrieb ist. Die einzelnen Stunden dieser astronomischen Uhr werden von Statuen geschlagen, die die Spitze des Uhrturms verzieren. Einheimische bezeichnen diese Statuen als ‚Verrückte der Stunden’. Brescia ist eine geschichtsträchtige Stadt am Gardasee, die es sich anzuschauen lohnt. Auch der alte und der neue Dom sowie die Klöster Santa Giulia und San Salvatore dominieren das Stadtbild als außergewöhnlich schöne Bauten.

Brescia am Gardasee Video:

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