Marmitte dei Giganti (Gletschermühlen bei Nago)


Einer Naturerscheinung wie der Marmitte dei Giganti (Gletschermühlen bei Nago) begegnet man nicht alle Tage. Am Gardasee wird dieser Wunsch jedoch Wirklichkeit. Die Marmitte dei Giganti gelten als beeindruckende Naturdenkmäler aus der Eiszeit, die durch Auswaschungen von Gletscherschmelzwasser entstanden sind. Das mit Steinen und Sand vermischte Gletscherschmelzwasser ist vermutlich abgestürzt und verursachte eine Erosionswirkung.

Auf diesem Gemisch und der Wirkung basierend, bildeten sich diese riesigen glazialen Brunnen.

Marmitte dei Giganti

Marmitte dei Giganti - Felsen durch Erosion entstanden

Stillten die ‚Töpfe der Giganten’ den Durst der Riesen?

Die kesselartigen Verformungen und die gigantische Größe der Gletschermühlen verleihen diesen Naturgebilden ihren Beinamen ‚Töpfe der Giganten’. Spiralähnliche Hohlformen und große Einkerbungen sind typische Charakteristika dieser Gesteinsformationen aus Torbole, die karstigen Ursprungs sind. Einer alten Tradition zufolge dienten die Gletschermühlen bei Nago einst dazu, den Durst von Riesen zu stillen. Tatsächlich erscheinen die Kessel in einer Form, in der sich größere Wasseransammlungen lagern können.

Marmitte dei Giganti StandortStandort vom Marmitte dei Giganti

Uralte Vermächtnisse verweisen auf eine bewegte Geschichte der Region

Da inmitten der Marmitte dei Giganti Relikte des 4. und 3. Jahrhunderts v. Chr. und Reste einiger Pfeilspitzen gefunden wurden, gehen Forscher davon aus, dass die Region um Torbole sul Garda tatsächlich bereits zu dieser Zeit bewohnt war. Im Laufe der Jahrhunderte sind in dem gleichen Gebiet weitere Naturdenkmäler entstanden, die es sich zu besichtigen lohnt. Gestreifte, geglättete und abgerundete Felsen säumen diese Naturlandschaft. Das glaziale Gefälle ist ein weiteres Naturgebilde dieser Region, die Urlauber nahe der Panoramastraße entdecken, die Nago und Torbole verbindet. Neben einer Anreise mit dem Auto ist eine Wanderung zu den Marmitte dei Giganti möglich. Der Ausflug per pedes beginnt in Torbole und führt an einigen Olivenhainen und Weingärten vorbei.

Anschließend gelangen Wanderfreudige am Ende des Wanderweges zu größeren Steinstufen, die letztendlich zum Ziel führen. Die ‚Töpfe der Giganten’ erklimmen Besucher über eine acht Meter hohe Leiter. Da die Wanderwege relativ eben und die Naturdenkmäler über die Treppen unkompliziert erreichbar sind, ist dieses Ausflugsziel bestens für den Exkurs mit der Familie geeignet.

Panoramablicke wie aus dem Bilderbuch

Als Belohnung winkt eine überwältigende Aussicht über den Gardasee. Der Ausblick auf den nahe gelegenen Fluss Sarca krönt diese abenteuerliche Reise inmitten der Natur. Diese Naturschönheit ist für Besucher rund um die Uhr zugänglich.

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